Browsergames Mein Browsergames-Account Über das Browsergame Support Forum
Ergebnis 1 bis 5 von 5
  1. #1
    Registriert seit
    07.06.2006
    Beiträge
    24

    Standard [RPG] Ein Gasthaus am Abend

    In dem Gasthaus herrschte reges Treiben. Viele Reisende waren eingekehrt um eine warme
    Mahlzeit zu sich zu nehmen und ein Dach für die Nacht über dem Kopf zu haben.
    Schankmägde eilten zwischen den gut besetzten Tischen umher und überall wurden angeregte
    Unterhaltungen geführt, über das schlechte Wetter, die Mühsal der Reise, über dieses oder
    jenes Zipperlein oder der neuste Klatsch und Tratsch wurde ausgetauscht.
    Draußen war es eisig kalt, ein Schneegestöber hatte eingesetzt und es war dunkel geworden.
    Hier drinnen jedoch tauchten zahlreiche Kerzen und Öllampen die Räume in ein warmes
    Licht, durch das die Rauchfahnen von genüsslich geschmauchten Pfeifen zogen, und ein
    lustiges Feuer brannte im Kamin.

    Plötzlich wurde die Tür aufgestoßen. Eisiger Wind fauchte herein und brachte reichlich
    Schnee mit. Aus dem weißen Gestöber schälten sich zwei Gestalten, die hastig eintraten. In
    dicke Mäntel und Umhänge mit Kapuzen gehüllt, reichten die beiden den meisten Männern
    hier gerade mal bis zur Brust, waren aber fast doppelt so breit. Sie schüttelten kurz den
    Schnee und die Kälte von ihrer Kleidung und durchquerten dann den Schankraum. Bei jedem
    ihrer schweren Schritte hörte man leise Metall klirren und das Knarren und Ächzen von
    schwerem Leder. Ein leerer Tisch war ihr Ziel. Dort angekommen setzten sie sich jedoch
    nicht, stattdessen griff der erste danach, hob ihn mit Leichtigkeit hoch und trug ihn zum
    Kamin. Der zweite wandte sich in Richtung Tresen und brummiger Bassstimme rief er:
    „Hey Wirt, bring uns zwei bequeme Stühle an denen sich unsere Knochen nicht stoßen,
    einen saftigen Braten und zwei Humpen Bier!“ Mit dem letzten Wort warf er einen kleinen
    Beutel in Richtung Tresen, der vor Münzen klirrend darauf landete. Dann ging auch er zum
    Kamin. Schnell ließ der Wirt den Beutel verschwinden und beeilte sich der Aufforderung
    nachzukommen. Schon kurze Zeit später saßen die zwei Neuankömmlinge in gepolsterten
    Lehnstühlen, bei einem dampfenden Braten und zwei Humpen Bier am Kamin.

    Die meisten Gäste beachteten die zwei nach dem ersten Wirbel nicht weiter und gingen ihren
    eigenen Angelegenheiten nach. Doch wer weiter hingeschaut hatte, sah, nachdem die Mäntel
    und Umhänge über die Stuhllehnen geworfen waren, die schweren Kettenpanzer, die seltsam
    zu groß wirkten und an vielen Stellen geflickt waren. Dem einen fehlte ein Arm, er war auf
    dem Haupte kahl, ein dichter schwarzer Bart reichte bis zu seinem Bauch hinunter und steckte
    in seinem Gürtel. Der zweite war fast weißhaarig, ein dicker geflochtener Bart reichte auch
    ihm bis zum Bauch. Durch sein Gesicht zog sich über ein blindes Auge eine dicke Narbe und
    an seiner linken Hand fehlten zwei Finger. Jedem der die zwei dort sah war klar, hier saßen
    zwei kampferprobte Zwerge.

    „Nun Bartok, alter Freund, dies ist unser letzter Abend, bevor unser blutiges Geschäft von
    Neuem beginnt.“ richtete Kilak zwischen zwei Bissen Braten das Wort an seinen alten
    Kampfgefährten „Also lass uns gut speisen und auch das Bier soll in nicht geringem Umfang
    fließen. Wer weiß wann wir wieder dazu kommen.“ Bei diesen Worten hob er seinen Humpen
    zum Gruß. Bartok Eisenfels tat es ihm gleich und brummte seine Zustimmung. Mit einem Zug
    stürzte Kilak Elfentöter das Bier seine Kehle hinunter.

    *Meine Grüße an alle alten und neuen Waffengefährten. Leider weiß ich noch nicht wo die RPGs für die neue HR hingehören. Daher steht es erst einmal hier.*

  2. #2
    Registriert seit
    01.06.2006
    Beiträge
    152

    Standard

    Endlich seid ihr eingetroffen, Kilak Elfentöter.
    Ihr werdet schon erwartet.

    Richtet Eurem alten Weggefährten Bartok aus, er möge für den morgigen Tage die Feder spitzen; denn nichts ist bei ihm schärfer als eben diese.

    Und auch Euch alter Freund rate ich, schlaft euch aus, wie es ein Zwerg nur tun kann; wir haben eine lange Reise vor uns!




    "Am liebsten erinnere ich mich an die Zukunft"
    Salvador Dali

  3. #3
    Registriert seit
    07.06.2006
    Beiträge
    24

    Standard

    Als Kilak die an ihn gerichteten Worte hörte, schaute er hoch und sprang dann überrascht auf. "Mein Fürst,
    entschuldigt, ich sah euch nicht." Bartok jedoch blieb brummig sitzen. Mühsam beugte der alte Zwerg sein Knie in
    Ehrerbietung. "Wie ihr wünscht, so soll es geschehen:" Kilak erhob sich und wandte sich um. "Kommt alter
    Freund, die unbeschwerte Zeit nimmt eher ihr Ende als erwartet." Kilak neigte den Kopf zum Abschied noch
    einmal in Richtung Leviathan und machte sich auf sein Zimmer aufzusuchen. Bartok folgte ihm auf dem Fuße,
    etwas unverständliches in seinen Bart brummend.

  4. #4
    Registriert seit
    03.11.2007
    Ort
    Braunschweig
    Beiträge
    351

    Standard

    Vollkommen in ihre Gespräche über ihre kommenden Abenteuer vertieft, bemerkten die kleinen und über alle maßen betrunkenen Zwerge nicht, dass die Wände Ohren zu haben schienen. Und von diesen nicht wenige.
    Eine dunkle Gestallt, die die Gespräche bis dahin aufmerksam verfolgt hatte, schien genug gehört zu haben und schlich sich leisen Schrittes davon.
    Eine gruslige Gestallt war das. Ein Körper wie ein BÄR, gehüllt in einen Mantel, der schwärzer als die Nacht schien. Auch er versteckte sein fast schon purpur rot wirkenden Kopf unter einer schützenden Kapuze.
    Nervös verschaffte er sich einen Überblick über die betrunkenen Gäste der Schenke. Überall muskulöse Männer, Zwerge und sogar Frauen. Gekleidet waren sie mit Rüstungen, die wie vom Schlachtfeld zusammengesucht wirkten. Bewaffnet bis an die Zähne mit allem was sie auftreiben konnten. Schwerter blitzten im Schein der Fackeln immer wieder hervor und die Größe ihrer Äxte, machte es unmöglich sie nicht zu bemerken. Auch Fernwaffen, wie Bögen und Speere waren zahlreich vertreten.
    Kein Zweifel, diese Meute würde Ärger mit sich bringen.
    Behände schlich er sich an den letzten Betrunken vorbei und erreichte den Ausgang
    Geschafft, sein Aufenthalt schien unbemerkt geblieben zu sein
    Besorgt sprang der Fremde auf sein Pferd und ritt in Richtung des magischen Waldes, der laut einer alten Legende, von merkwürdigen Tierwesen bewohnt sei.
    Noch viele Schritte vernahm er das schallende Gelächter dieser Meute, dass ihm ein Schauer über den Rücken laufen ließ…

    P.S:
    hoffe, das ist OK ?!?
    BeelzeBuB [DSR]


    ...thx Feye

  5. #5
    Registriert seit
    07.06.2006
    Beiträge
    24

    Standard

    Als der Morgen anbrach, war Kilak bereits auf den Beinen. Viel geschlafen hatte er allerdings ohnehin nicht. Die vor ihm liegenden Aufgaben hatten ihn wach gehalten. Zu lange war es her, dass er sich mit den Aufgaben eines Ritters befasst hatte. Und das zu weiche Bett tat sein Übriges. Also war er aufgestanden, hatte sich an den kleinen Tisch des Gästezimmer gesetzt, seine Pfeife gestopft und plante die kommenden Tage. Der Bürgermeister des Dorfes, das er zu besetzen gedachte, würde sicher nicht sonderlich erfreut sein. Kilak nahm sich vor freundlich zu sein, sehr freundlich. Bei dem Gedanken fiel sein Blick auf seine alte Streitaxt und ein tiefes Lachen quoll hinter seinem Bart hervor. Es brachte nichts noch länger zu warten. Er erhob sich und legte das viel zu große Kettenhemd, das an vielen Stellen geflickt war, an, Wenn die Zeit da war, würde es wie angegossen passen. Die große zweihändige Streitaxt befestigte er an zwei Lederriemen vor seiner Brust, so dass er sie einfach herunterreißen konnte, wenn er sie brauchte. Zwei kleinere Kampfäxte hingen an seiner Seite. Er verstaute sorgsam seine Pfeife und den Tabak in seinem Mantel und warf ihn sich über. Seinen Umhang nahm er nur über den, der Tag versprach sonnig zu werden. Dann verließ er das Zimmer. Der Schankraum war noch leer. Es roch noch nach Braten, Eintopf und kaltem Rauch vom Vortag. Das Zimmer war bereits bezahlt, zu gut wie er meinte, und so musste er sich darum nicht mehr kümmern. Mit schnellen Schritten, die auf dem ausgetretenen Holz des Fußbodens nur so dröhnten, durchquerte er den Raum, öffnete die Tür und trat ins Freie. Eisige Kälte schlug ihm ins Gesicht und gleichzeitig kitzelten Sonnenstrahlen auf seiner Haut. Dampfend stieg sein Atem vor ihm auf. Als er in Richtung Stall ging, knirschte der in der Nacht frisch gefallene Schnee unter seinen schweren Stiefeln. Am Stall wartete Bartok Pfeife rauchend bereits auf ihn. Der alte Kampfgefährte Kilaks hatte ihre Ponys schon gesattelt und genoss nun die morgendliche Stille. „Guten Morgen mein Freund, wollen wir?“ begrüßte ihn Kilak. Wie so oft war ein in den Bart gebrummtes Gemurmel Bartoks Antwort. Der einarmige Zwerg klopfte seine Pfeife am Tor aus und stopfte sie in seine Tasche. Dann kletterte er in den Sattel. Kilak tat es ihm mühsam nach. „Pferde und Zwerge passen einfach nicht zusammen.“ dachte er. Gemeinsam lenkten sie ihre Reittiere in das Innere Italiens. Die mit Schnee und Raureif bedeckten Bäume und Büsche boten einen friedlich romantischen Anblick. Mögest du in interessanteren Zeiten leben, war ein Fluch aus einem fernen Land an den Kilak jetzt denken musste. Die kommende Zeit würde sicher sehr interessant werden und der romantisch märchenhafte Eindruck der Landschaft würde blutgetränktem Boden weichen. Langsam blieb das Gasthaus hinter ihnen zurück.

    Baruk Khazâd! Khazâd ai-mênu!

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •